Bibelarbeit beim Ökumenischen Kirchentag

30. Mai 2003

Guten Morgen, meine Damen und Herren, liebe Brüder und Schwestern,

ich begrüße Sie zur Bibelarbeit heute, am zweiten Tag des ökumenischen Kirchentags.

Ich habe gezögert, diese Aufgabe zu übernehmen, denn ich fühle mich nicht hinreichend befähigt zu einer Bibelarbeit. Andererseits: Ein Leben mit Bibel ist kein Privileg der Theologen. Gottes Wort gilt allen Menschen. Und so habe ich die Herausforderung angenommen, Ihnen im Rahmen dieser Bibelarbeit einige Reflexionen vorzutragen. Nun hoffe ich, dass daraus keine Anmaßung wird.

Lassen Sie uns damit beginnen, dass ich den Text noch einmal vorlese. Als Katholikin habe ich mich im ökumenischen Sinn – aber auch, weil mich die Sprache mehr anspricht - für die Luther-Übersetzung entschieden.

Gen 32, 23-33 (1.Buch Mose)

„und stand auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwei Mägde und seine elf Kinder und zog an die Furt des Jabbok, nahm sie und führte sie über das Wasser, dass hinüberkam, was er hatte, und blieb allein.

Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und da er sah, dass er ihn nicht übemochte, rührte er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk der Hüfte Jakobs ward über dem Ringen mit ihm verrenkt. Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Er sprach: Wie heißest du? Er antwortete: Jakob. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist obgelegen. Und Jakob fragte ihn und sprach: Sag doch, wie heißest du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen und meine Seele ist genesen. Und als er an Pniel vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. Daher essen die Kinder Israels keine Spannader auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag, darum dass die Spannader an dem Gelenk der Hüfte Jakobs angerührt ward“.

Musik: Vaulicheres Titel 2

Hier ringen zwei Personen. Eine davon ist Jakob. Wer ist der Kämpfer und in welcher Situation kämpft er?

Jakob ist auf der Flucht vor seinem Schwager. Er ist zum zweiten Mal auf der Flucht und diesmal auf der Rückkehr in sein Land. Sein Land hatte er vor zwanzig Jahren verlassen, nachdem er seinen Bruder betrogen hatte.

Wenn Jakob auf sein Leben zurück blickt, gibt es manchen Grund zur Scham und manchen Grund, mit diesem Leben zu hadern.

Jakob nutzte einst die Unbekümmertheit seines Bruders aus, der die althergebrachten Bräuche weniger wichtig nahm als seine unmittelbaren Bedürfnisse. Als Esau hungrig von der Jagd kam, wollte er ihm nur Essen geben gegen die Abtretung seines Erstgeborenenrechts. Und Esau tauschte sein Recht gegen das längst sprichwörtlich gewordene Linsengericht. Als wäre diese Demütigung Esaus nicht genug, betrog er ihn ein zweites Mal und erschlich sich des Vaters Segen, als dieser auf der Schwelle des Todes stand und leicht zu täuschen war. Jakob gab sich für Esau aus und erhielt den seinem Bruder zugedachten Segen.

Warum tat er das? Weil er und seine Mutter fest daran glaubten, dass Jakob der Auserwählte sei, ein Volk zu gründen, und zwar nicht nur irgendein Volk, sondern ein ganz besonderes Volk. Das Volk Israel.

Esau war zwar gutmütig, aber doch kein Narr und darum zornig darüber, dass Jakob ihn öffentlich lächerlich gemacht hatte. Er ließ Jakob seinen Zorn spüren und Jakob stellte sich nicht, sondern floh.

Im Exil begab er sich in Abhängigkeit von seinem Schwiegervater: Sieben Jahre Frondienst musste er leisten, bevor er die schöne Rahel heiraten durfte. Nach Ablauf dieser Zeit wurde er selber betrogen, denn es wurde ihm die weniger schöne Schwester zur Frau gegeben. Also noch einmal sieben Jahre Wartezeit, bis er dann auch die von vornherein Erwählte bekommen sollte. Jakob und sein Schwiegervater machten sich gegenseitig mit List und Misstrauen das Leben schwer. Nach zwanzig Jahren erschien Jakob selbst die von ihm so gefürchtete Rückkehr in das Land seines Bruders Esau weniger schlimm als der Verbleib im Land des Schwiegervaters.

Genau auf dieser Rückkehr, im Zwischenbereich, noch nicht ganz weg von der Heimat der letzten zwanzig Jahre, noch nicht im Neuen, Alten angekommen, da muss er eine ganze Nacht mit einem Herausforderer ringen.

Wer ist der Herausforderer?

Ganz plötzlich ist er da, der Herausforderer, man denkt sofort an einen Dämonen, der Jakob überfällt. Aber Jakob, der sonst gerne feige flieht, wenn er Probleme hat, bleibt diesmal stehen und stellt sich. Er kämpft lange und ausdauernd, sein Gegner muss am Ende einen besonders harten und schmerzhaften Schlag führen, damit er Jakob überhaupt bezwingen kann. Und Jakob nimmt die Niederlage an, bittet um den Segen seines Gegners.

Jakob nimmt dieses Ringen als Gottesbegegnung wahr. Sonst hätte er den Ort nicht Pniel genannt – das heißt „Gottesgesicht“, im Sinne von: „Ich habe Gott von Angesicht gesehen“. Ob Jakob dies schon während des Kampfes bewusst wurde oder erst hinterher, in der Rückbesinnung, lässt der Erzähler offen.

Auf jeden Fall erhofft sich Jakob etwas vom Segen des Herausforderers.

Segen, das bedeutet nach der Kommentierung der ökumenischen Einheitsübersetzung der Bibel so viel wie: „jemandem Gutes wünschen, ihm Wohlwollen zeigen, mit ihm Gemeinschaft pflegen“.

Worin liegt der erwünschte Segen für Jakob? Läuterung, Vergebung, Neuanfang? Will er noch einmal die alte Verheißung von Gott bestätigt bekommen, dass er der Stammvater des auserwählten Volkes wird, obwohl er der Zweitgeborene ist? Oder bittet er ganz einfach um sein Leben, darum, dass Esau ihn nicht tötet?

Ich hoffe, die Musik ist für Sie hilfreich beim Nachdenken über das, was Jakob in seinem Ringen mit Gott umgetrieben haben könnte.

Musik Vaulicheres Titel 5

Ringen mit Gott – für alle, die sich überhaupt auf Gott einlassen, ist das Alltag. Und meist nicht so dramatisch wie bei Jakob: eine ganze Nacht lang, vor der bedeutsamen Überquerung eines Flusses, auf dem Weg zurück, mit der Ungewissheit über die Reaktion des betrogenen Bruders. Jakob hat ja Todesangst, denn er kann sich gut vorstellen dass der Bruder sich grausam rächen will. Tatsächlich hatte Esau sich geschworen, seinen Bruder umzubringen (Gen 27,41).

Unser alltägliches Ringen mit Gott findet in Stoßgebeten statt, in kurzen Augenblicken des Innehaltens, in einem kleinen Erschrecken über das, was man gerade gesagt oder getan hat, im kurzen Zorn über das Nicht-Gelingen eines Vorhabens. Manchmal entgeht uns dabei vielleicht sogar, dass wir es mit einem dramatischen Kampf zu tun haben, weil wir es im Alltäglichen nicht spüren. Oftmals reden wir gar nicht unmittelbar mit Gott, sondern wir kämpfen mit unserem eigenen Empfinden für Gut und Böse, für Peinliches wie für Gelungenes, für Angst und Mut. Dann sind diese Empfindungen unser „Herausforderer“.

Natürlich gibt es auch extremere Situationen, in denen wir vor Gott treten und den Eindruck haben, wir müssten mit ihm ringen – gerade dann, wenn in unserem Leben eine schmerzhafte Veränderung eintritt, wenn wir mit Unglück konfrontiert sind, wenn wir nach dem tieferen Sinn einer Katastrophe suchen.

Ob im kleinen Alltagsmoment oder im großen Unglück – ich wollte lange Zeit gar nicht mehr mit Gott ringen. Ich wollte weder mit ihm ringen noch ihm friedlich begegnen. Das war mir lästig, schließlich bedeutete es mir immer weniger. Ich wusste nicht, was Gott noch mit mir zu tun haben sollte. Ich wollte ein freier Mensch sein, ohne Oberaufsicht durch diesen obskuren Gott. Denn der war mir als Kind und Jugendliche doch sehr streng, ja, geradezu lebensfremd erschienen. Dabei wollte ich mich doch aufmachen, mein Leben zu gestalten, aktiv so einzurichten, dass es meinem Bild von mir selbst entsprach. Da konnte ich doch keinen an meiner Seite gebrauchen, der mich mit einem Netz von Regeln umstellte.

Damals empfand ich das als meine Verheißung – die vom vollkommen selbstbestimmten und gestalteten Leben. Jede und jeder von uns hat eine solche Verheißung im Kopf und im Herzen. Eine Idee davon, wie das eigene Leben aussehen sollte, eine Idee davon, was für uns Glück und Erfüllung bedeutet.

Jakob hat für seine Verheißung, Stammvater des Volkes Israel zu werden, den Bruder verraten, den Vater betrogen. Er war feige und floh, die Ungerechtigkeiten des Schwiegervaters vergalt er mit neuen Listen. Bei Jakob kommt also eine beträchtliche Sammlung von unangenehmem Verhalten zusammen, das wir leicht verurteilen können.

Aber können wir so sicher sein, dass wir auf dem Weg zu unserer eigenen Verheißung nie zu weit gegangen sind? Sicher, das eigene Lebensziel zu erreichen, ist viel Anstrengung wert. Aber was ist eine gute Tat für ein richtiges Ziel und was ist eine Untat? Wo schlägt kluges Taktieren in Schummeln um, in Lügen, gar in Verrat? Wir haben unsere kleinen Tricks und großen Schwächen. Und schließlich machen wir auch einfach Fehler, die wir oft erst viel später als solche erkennen. Klarheit über das Richtige und das Falsche auf dem eigenen Weg zum Lebensziel zu erringen, das erfordert manchen Kampf mit Gott.

Ich dachte lange, ich könne auf eine höhere Instanz, vor der ich mich zu rechtfertigen habe, verzichten. Mir fehlte nichts, es erschien mir sogar als Befreiung, ohne Gott zu leben. So dass ich es schließlich als verlogen empfand, noch der Gemeinschaft anzugehören, die sich einem solchen höheren Ratschluss verpflichtet fühlte. Ich trat aus der Kirche aus. Nun war ich also ganz frei, meiner Verheißung zu folgen.

Aber wie das im Leben dann so geht. Ich machte die Erfahrung, dass Wünsche auch unerfüllbar sein können, dass mein persönlicher Kampf nicht immer den Erfolg erreichte, den ich angestrebt hatte. Dass Umwege zu gehen waren, manchmal sogar nur Flucht half.

Als ich begann, Politik als Beruf zu betreiben, stellten sich Fragen neu und zugespitzter. Denn nun hatte ich vor mir selber und vor anderen zu begründen, warum ich das tat, was ich tat. Die Frage, warum denn eine Grüne sich ausgerechnet für Sozialpolitik, die Behindertenpolitik interessiert, wurde mir öfter gestellt. Darüber hatte ich vorher gar nicht so genau nachgedacht, jetzt musste ich es. Und mir wurde bewusst, dass meine Eltern mir vorgelebt hatten, dass Christsein Verantwortung für andere verlangt. Diese Verantwortung können Christen in vielfältiger Form annehmen. Meine Mutter setzte sich im Rahmen der Caritas für Menschen ein, die Hilfe brauchten. Mein Vater engagierte sich neben seinem Berufsleben politisch. Ich erkannte, dass mich das viel mehr beeinflusst hatte, als ich lange zu sehen vermochte. Ich konnte wieder wertschätzen, dass mir in meiner katholischen Kindheit Werte vermittelt worden waren, die mich auch jetzt noch leiteten. Die Pflicht zur Solidarität ebenso wie die Pflicht zur Eigenverantwortung. Dass Nächstenliebe ohne Ansehen der Person und ihrer Eigenschaften gilt, denn: Von Gott sind alle Menschen gleich geliebt.

Also war da doch etwas, was dieser strenge Gott mir an Wertvollem mitgegeben hatte. Eine überraschende Entdeckung. So dachte ich manchmal wieder ein bisschen an Gott. Ganz zögerlich und vorsichtig, denn das war mir fremd geworden. Es folgte nichts Dramatisches, kein Saulus-Paulus-Erlebnis, kein Ringen eine gesamte Nacht lang am Fluss. Ein kaum merklicher Prozess, auf viele Jahre verteilt. Ich bekam keinen Schlag auf die Hüfte, eher viele kleine Nadelstiche. So wurde der Dialog intensiver und schließlich auch wichtiger. Langsam kam ich Gott näher, langsam ließ ich Gott näher an mich ran.

Mein Vertrauen in Gott wuchs. Es dauerte noch, bis mir bewusst wurde, dass Vertrauen Glauben ist. Man hält keinen Beweis in der Hand, man weiß nicht im eigentlichen Sinne. Deshalb muss man Vertrauen haben. Vertrauen haben heißt an Gott glauben. Dass er der Richtige ist für das Ringen um das Richtige im Leben.

Ein Vertrauen allerdings, das immer wieder auf harte Proben gestellt wird. In denen man fragt, was zum Teufel dieser Gott, zu dem man doch gerade erst wieder Vertrauen gefasst hat, sich denn bei dieser neuen Prüfung gedacht hat. Manchmal versteht man es mit einigem Nachdenken, manchmal dauert es sehr lange, es gibt auch Prüfungen, deren tieferen Sinn man gar nicht versteht. Oder deren Sinn man erst viel später versteht. Manchmal erschließt sich die Bedeutung, die geistliche Bedeutung eines Ereignisses erst sehr viel später. Dann erkennt man Zusammenhänge, die sich einem lange verborgen haben.

Aber was, wenn man nicht versteht, was geschieht? Wenn wir enttäuscht werden in unserem abergläubischen Hoffen auf Gott als Wunsch-Erfüller? Wenn wir fassungslos vor großem Unglück stehen? Das ist die ganz große Herausforderung – Gott als Begleiter auch dann zu akzeptieren, wenn sich sein Wollen gar nicht erschließt. Dann ringt man mit ihm. Hadert mit ihm. Aber, wenn man es ernst meint mit Gott, dann ringt man auch mit sich. Bekommt einen klaren Blick auf die eigenen Verfehlungen, auf das Anmaßende an den eigenen Wünschen – man lernt Demut. Und erfährt auch das befreiende Handeln von Gott: Selbstkritik, ja, aber kein drückendes Joch von Schuldgefühlen.

Dies ist Jakobs Erfahrung: Gott nimmt ihn wieder an. Und: Jakob nimmt Gott wieder an. Seine Sehnsucht nach dem Aufgehobensein bei Gott hat sich erfüllt – darin liegt der Segen. Und das Befreiende: Jakob, der stets handelte als sei er sein eigener Herr, erkennt Gott als letzte Autorität an, und nicht mehr sich selber.

Jakob fürchtete sich vor der Begegnung mit seinem Bruder Esau. Vorsorglich hatte er große Herden an Tieren vorausgeschickt zu seinem Bruder, um ihn um Vergebung zu bitten und zu besänftigen. In seiner wahnsinnigen Angst hatte er auch zu Gott gebetet: Er wollte Gott als Rückversicherung und Leibwächter.

Und tatsächlich, das Wunder geschieht: Der Gedemütigte und Betrogene vergibt seinem Verräter.

Warum, das sagt uns der Text nicht. War es das verzweifelte Gebet Jakobs, waren es die Tierherden? Auf der Suche nach einer Antwort müssen wir uns Esau zuwenden.

Esau vergibt nicht, weil er sich hat umschmeicheln und kaufen lassen, die Geschenke sind ihm gleichgültig. Er hat selber genug Reichtum (Gen 33,9). Nein, Esau vergibt, weil er großmütig ist – und weil er liebt.

Esau liebt, wie es so wunderbar im Hohelied der Liebe gesagt wird:

„Die Liebe ist langmütig, sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.“ (1 Korinther 13,4)

Das muss Jakob beschämen, der doch gedacht hat, er könne sich dieses Verzeihen erkaufen. Und der eine Liebe, die nicht eigensüchtig ist, offenbar noch nicht erlebt hat.

Auch hier zeigt sich der Segen Gottes. Die Großzügigkeit in der Liebe ist zwischen Gott und den Menschen, aber sie ist auch zwischen den Menschen.

Das ist auch meine Erfahrung: dass Gott langmütig auf mich gewartet hatte, dass mir das Weglaufen nicht nachgetragen wurde. Segen, daran sei noch einmal erinnert, heißt nach dem Kommentar der Einheitsübersetzung „jemandem Gutes wünschen, ihm Wohlwollen zeigen, mit ihm Gemeinschaft pflegen“. Nachdem ich den Segen erfahren hatte als Wohlwollen, spürte ich mit der Zeit, dass Glauben Gemeinschaft braucht. Deshalb trat ich der Kirche wieder bei.

Jakob musste einen langen Weg gehen, mit vielen Irrwegen und Abgründen. Er hat sich dabei immer auf Gott berufen. Gott gab ihm die Freiheit, auch zu seinen Irrtümern und Verfehlungen. Aber Jakob wollte Gottes Segen, dafür musste er hart und schmerzlich ringen. Damit wird Jakob nicht für alle Tage von seinen Problemen befreit, neue Herausforderungen warten auf ihn und seine Familie. Aber er hat die Liebe erfahren und das Aufgehobensein. Er hat Gottes Segen bekommen. Fortan war sein Leben, so wie es die Bibel dann weiter schildert, auch das Leben eines wie verwandelten Menschen. Ein Leben, um das zu ringen sich gelohnt hat.

Nehmen wir uns ein wenig Zeit, darüber nachzudenken, wann wir selber einmal zu ringen hatten und was aus diesem Ringen folgte. Sind es Folgen gewesen, die uns verändert haben (und sei es nur ein kleines Bisschen)? Können wir uns an ein Ringen erinnern, dessen Folgen wir heute als gut ansehen? Vielleicht war es dann ein Ort „Pniel“, ein Ort der Gottesbeziehung und der Gottesbegegnung.

Ich lade Sie ein, die letzte Musik dazu zu nutzen, darüber nachzudenken, ob Sie an solchen Orten waren und wie Sie heute über diese Erfahrung nachdenken.

Musik: Vaulicheres Titel 7

Meine Damen und Herren, liebe Brüder und Schwestern,

Ich möchte mit einer kleinen Erzählung schließen, die einigen von Ihnen bekannt sein mag.

Ein Mann geht allein am Meeresstrang entlang und klagt im Herzen Gott sein Leid. „Gott, warum bist du nicht bei mir, hilfst mir, jetzt, in dieser Lage? Jetzt bräuchte ich dich an meiner Seite! Aber es sind nur meine Fußspuren im Sand...“ Der Man lief ratlos und unglücklich weiter. Bis der Mann eine Stimme in sich hörte: „Merkst du nicht, dass ich es bin, der dich die ganze Zeit getragen hat..?“

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und Gottes Segen.